Sprache: deutsch/english
Wir werden die Sammlung ständig mit neuen Einträgen ergänzen. Sollten Sie einen Begriff nicht oder nicht ausreichend erklärt vorfinden, dann helfen wir Ihnen auch gern persönlich in einem unserer Restaurants weiter. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
aceituna [–'tuna] f Olive
Als Olive wird die Frucht des Olivenbaumes bezeichnet. Es wird eine einsamige Steinfrucht, die Olive, gebildet. Die Farbe der unreifen Oliven ist grün, die der reifen schwarz oder violett/braun. Am ertragreichsten ist ein Olivenbaum nach etwa 20 Jahren.
Es gibt allein im Mittelmeerraum über 1.000 Sorten von Olivenbäumen. Je nach Klima und Bodenbeschaffenheit hat sich der Olivenbaum über hunderte Jahre anders entwickelt, manche Olivenbaumsorten sind auf einzelne Dörfer beschränkt.
Spanien ist der größte Olivenproduzent der Welt. Die heute angebauten Sorten gehen noch immer auf den Beginn der Kultivierung zurück. Das spanische Sortenspektrum heute entspricht dem im 15. Jahrhundert. In Spanien werden etwa 200 Olivensorten kultiviert.
albóndiga [al'ƀɔndig_a] f Kloß m, Knödel m
Zu den bekanntesten Vertretern gehören die Albondigas en salsa de tomate. Dieses sind Fleischbällchen in Tomatensauce, die in Spanien mit Weißbrot als Tapas gereicht werden.
Die Weinregion Almansa liegt in der Provinz Albacete und hat eine Fläche von 7'100 Hektaren. Das Anbaugebiet Almansa verfügt über 12 Weingüter (Bodegas), welche jährlich 17 Mio. Liter Wein produzieren.
Eine Bar ist eine Gaststätte, in der Getränke an einem hohen Schanktisch (englisch: bar) ausgeschenkt werden. Entlehnt wurde das Wort Bar im 19. Jahrhundert aus dem englischen bar, das wie das altfranzösischische Wort barre ursprünglich Querstange bedeutete und später eine aus mehreren Stangen bestehende Schranke bezeichnete. Die meisten Bars sind nur abends und nachts geöffnet, einige aber auch tagsüber. Je nach Ausrichtung werden Bier und eine Auswahl an alkoholischen Getränken oder vor allem Cocktails angeboten.
Das Barrique ist ein Eichenfass, das heute vor Allem zum Ausbau von Rot- oder Weißwein dient. In der Regel wird dem Barriquefass das Bordelaiser Schiffsmaß von 225 Litern zugeordnet. Heutzutage wird mitunter auch der darin hergestellte Barriquewein verkürzt als „Barrique“ bezeichnet.
calamar [kala'mar] m Kalmar m (Art Tintenfisch)
Die wirbellosen Tintenfische werden in der mediterranen Küche und in Asien vielfältig verwendet. In der deutschen Küchensprache werden meist alle essbaren Kopffüßer als Tintenfische bezeichnet und als Kalmare (Calamari, Seppie, Polpi, Calamares) und Kraken (Octopus, Polpo, Pulpo) unterschieden, wohingegen in anderen Küchensprachen, z. B. im Portugiesischen auch kulinarisch klar zwischen Sepia (choco), Krake (polvo) und Kalmar (lula) unterschieden wird.
Die in Calamares enthaltenden B-Vitamine sind gut für die Nerven. Das Jod beugt Schilddrüsenerkrankungen vor.
Canapés oder Kanapees
Canapés oder Kanapees stammt vom französischen canapé "Sofa" in der ursprünglichen Bedeutung entlehnt. Abgeleitet wurde es wahrscheinlich aus dem englischen "üppig belegte Brotscheibe" Heute sind es in der Regel kleine, mundgerecht geschnittene Häppchen aus Brotteig oder Cracker, die mit mit allerlei wie Wurst, Fleisch, Köse o.ä. belegt sind und darüber hinaus meist aufwendig mit raffinierten Zutaten dekoriert werden. Canapés werden ohne Besteck serviert und gehören damit zu den Speisen, die traditionell bei Empfängen als Fingerfood gereicht werden, weshalb sie auch Cocktailhappen genannt werden. Ebenfalls zu den Canapés zählt man kleines herzhaftes Gebäck aus Blätterteig.
Seit 2005 bietet das Las Tapas rápido einen Lieferservice von Fingerfood (Canapés, Montaditos und Tapas) in Dresden an.
cava ['kaƀa] 1 f Weinkellerei f; 2 m (spanischer) Sekt m
1872 begann Josep Raventós i Fatjó auf dem Weingut Can Codorníu in der katalanischen Region des Penedès mit der Erzeugung von Schaumwein nach der Champagnermethode und legte somit den Grundstein zur Produktion von Cava.
Chocolate con Churros ist ein typisches spanisches Gericht. Churro ist ein spanisches Fettgebäck, eine Art länglicher, sternförmiger Krapfen aus Brandteig, der in heißem Öl frittiert und dann mit Zucker bestreut wird. Normalerweise kauft man Churros am Churro-Stand (Churrería), der sich oft auf Hauptstraßen, Plätzen und Märkten befindet. In Spanien isst man sie gewöhnlich zu jeder Tageszeit, doch besonders begehrt sind die Churros, getunkt in heiße dickflüssige Schokolade, früh morgens oder nachts auf dem Nachhauseweg nach einer Feier, Festveranstaltung, einem Kneipenbummel oder Diskothekenbesuch. Traditionell werden Churros besonders gern am Neujahrsmorgen nach der Silvesterparty gegessen.
chorizo [t∫o'riθo] m Paprikawurst f; pop Taschendieb m
Chorizo ist eine würzige, feste, grobkörnige und mit Paprika und Knoblauch gewürzte Rohwurst vom Schwein aus Spanien. Die Paprika gibt ihr eine rote Farbe und trägt zu ihrem typischen Geschmack bei. Jährlich werden in Spanien ca. 64.000 Tonnen Chorizo hergestellt.
In Spanien wird die Chorizo meist als Wurstring oder abgebundene Wurstkette angeboten. Die Wurst wird als Aufschnitt verwendet, in Eintöpfen gekocht, ist als Tapa sehr beliebt, sie wird auch gegrillt, gebraten oder geräuchert verzehrt. Gelegentlich wird sie auch in Apfelwein (Sidra) gekocht, in Schweineschmalz oder Olivenöl eingelegt und so genossen.
Das englische Wort „Cocktail” heißt wörtlich übersetzt Hahnenschwanz. Über die Entstehung des englischen Namens ranken sich unterschiedliche Geschichten:
• Gemäß einer dieser vielen Erzählungen hat das Mischgetränk seinen Namen den Hahnenkämpfen zu verdanken. Nach beendetem Kampf hatte der Besitzer des Siegerhahnes das Recht, dem getöteten Hahn die bunten Schwanzfedern auszureißen. Beim anschließenden Umtrunk wurde diese Trophäe mit einem Drink – „on the Cock’s tail” – begossen. Später nannte man diese nach den Kämpfen gereichten Getränke Cocktail.
• In vielen Geschichten heißt es auch, der Cocktail sei ursprünglich ein mit einer Hahnenschwanzfeder garnierter Drink gewesen.
• Eine weitere mögliche Erklärung des Namens sind jene Cocktails, die nicht gemixt werden, sondern aus übereinander geschichteten, verschiedenfarbigen Likören bestehen. Die unterschiedlichen Dichten, die durch verschiedene Zucker- und Alkohol-Konzentrationen entstehen, bewirken bei vorsichtigem Eingießen eine stabile Schichtung. Diese verschieden gefärbten Schichten ähneln, von der Seite betrachtet, einem bunten Hahnenschwanz. Solche Cocktails werden heute als Pousse Café bezeichnet
• Möglicherweise schuf auch der Franzose Antoine Peychaud den ersten Cocktail – einen Mix aus Whiskey und Absinth, der als Sazerac bezeichnet wird. Peychaud testete verschiedene Mixgetränke in New Orleans und servierte diese angeblich in Eierbechern, die auf Französisch coquetier heißen, woraus in der amerikanischen Verballhornung dann Cocktail geworden sein soll.
• Noch eine Erklärung: In einer Bar in den USA stand ein großer, hohler Hahn aus Keramik. Der Barkeeper schüttete alle übrig gebliebenen Getränke in den Hahn. Das hochprozentige Gemisch, das daraus entstand, wurde aus dem Schwanz des Hahns gezapft und zum Sonderpreis angeboten. Dies sprach sich schnell herum, und immer mehr Leute bestellten das Mixgetränk aus dem cocktail.
Die tatsächliche Herkunft des Wortes lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen.
Der Cortado oder Café cortado ist eine spanische Kaffeespezialität und besteht aus einem kleinen, sehr starken Kaffee oder Espresso, der mit ganz wenig heißer, aufgeschäumter, manchmal auch gesüßter Milch „verschnitten” (span. cortado) wird. Dadurch wird die Säure des Kaffees gemildert. Serviert wird der Café cortado meist in einem kleinen Glas. Eine Variante des Cortado ist der cortado condensada. Ihm wird dicke, süße Kondensmilch (La Lechera, Milchmädchen) zugegeben, die sich unten im Glas sammelt und so einen schönen farblichen Kontrast zum schwarzen Kaffee darüber bildet. Der Café cortado leche y leche soll inzwischen die meist getrunkene Kaffeespezialität auf La Palma sein. Leche y leche heißt „Milch und Milch”, denn es wird sowohl erhitzte normale Milch als auch gesüßte Kondensmilch hineingegeben.
Als Crianza (von span. criar "reifen, großziehen") werden spanische Weine mit einem Mindestalter von zwei Jahren bezeichnet, die im Anschluss zusätzlich für eine Zeit im Eichenfass gereift (Barriqueausbau) sind. Die Mindestdauer des Barriqueausbaus ist abhängig von der jeweiligen Regelung der Herkunftsbezeichnung (D.O.). So liegt diese Dauer z. B. für Rioja-Weine bei einem Jahr, für Weine der D.O. Toro lediglich bei sechs Monaten.
Weine, die weniger als die von der Aufsichtsbehörde festgelegte Mindestdauer im Eichenfass reifen, werden inoffiziell auch Semicrianza oder Roble genannt, entsprechen aber laut D.O.-Behörde lediglich einem Jungwein.
D.O. (Denominación de Origen) ist eine Herkunftsbezeichnung spanischer Produkte wie Käse, Wurst, Schinken oder Gemüse und insbesondere von spanischem Wein. Hier entspricht sie etwa den französischen VDQS oder dem deutschen QbA und erfasst die bekanntesten klassischen Weine Spaniens. Heute gibt es über 60 D.O.s (zurzeit 66). Jede D.O. wird zusammen mit der örtlichen Verwaltung und dem I.N.D.O. in Fragen der Qualitätskontrolle wie Erträge und Rebsorten entschieden.
Eine Klassifizierung mit strengeren Auflagen als die D.O. ist die Denominación de Origen Calificada (D.O.C. oder D.O.Ca.), welche erstmals 1991 in der Rioja eingeführt wurde. Die Produktionsvorschriften dieser "klassifizierten" Herkunftsbezeichnung legen genau umgrenzte Anbaugebiete, das Rebsortiment, maximale Ertragsmengen etc. fest. Seit 2001 darf auch das Anbaugebiet Priorat die Herkunftsbezeichnung D.O.C. tragen.
Dresden (sorbisch: Drježdźany; abgeleitet aus dem altsorbischen Drežďany für Sumpf- oder Auwald-Bewohner) ist die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen und hat etwa 518.000 Einwohner. Dresden liegt in der Dresdner Elbtalweitung an den Übergängen vom Ober- zum Mittellauf der Elbe und von der Mittelgebirgsschwelle zum Norddeutschen Tiefland.
Archäologische Spuren auf dem späteren Stadtgebiet deuten auf eine Besiedlung schon in der Steinzeit hin. In erhaltenen Urkunden wurde Dresden 1206 erstmals erwähnt und entwickelte sich zur kurfürstlichen, später königlichen Residenz und Hauptstadt der sächsischen Republiken.
Dresden ist das politische Zentrum Sachsens, auch die meisten seiner staatlichen Kultureinrichtungen hat der Freistaat hier konzentriert. In der Landeshauptstadt sind zahlreiche Hochschulen sowie die Landesdirektion Dresden beheimatet. Die kreisfreie Stadt Dresden ist Verkehrsknotenpunkt und wirtschaftliches Zentrum des Ballungsraums Dresden. Diese Region gilt als eine der wirtschaftlich dynamischsten in Deutschland. Zusammen mit den Ballungsräumen Chemnitz-Zwickau und Leipzig-Halle bildet sie die „Metropolregion Sachsendreieck”.
Dresden wird auch „Elbflorenz” genannt, ursprünglich wegen seiner Kunstsammlungen, zudem aber auch aufgrund seiner barocken und mediterranen Architektur in der landschaftlich reizvollen Lage am Fluss.
Die Elbe (tschechisch: Labe) ist ein mitteleuropäischer Strom, der in Tschechien entspringt, durch Deutschland fließt und in die Nordsee mündet. Sie ist der einzige Fluss, der das von Mittelgebirgen umschlossene Böhmen zur Nordsee hin entwässert. Zu bekannten Gewässern ihres Einzugsgebiets gehören die Moldau, die Spree und die Saale sowie die Müritz. Im Oberlauf durch die Mittelgebirge geprägt, folgt sie im weiteren Verlauf zwei Urstromtälern des Norddeutschen Tieflands.
Fabada ist ein Eintopf aus weißen Bohnen. Er stammt aus der Region Asturien in Spanien. Das Wort fabada kann ungefähr mit „Bohnengericht” übersetzt werden und stammt von dem Wort faba, Mehrzahl fabes, der asturischen Bezeichnung für „Bohnen”.
Eine Fabada (Fabada Asturiana) enthält in der Regel neben den typischen weißen Bohnen Schweinefleisch vom Bauch oder der Haxe, Paprikawurst (Chorizo), Blutwurst (Morcilla), Zwiebeln und Knoblauch. Die Bohnen müssen mehrere Stunden lang langsam vor sich hinköcheln, ehe weitere Zutaten in die Suppe gegeben werden. In Spanien gibt es sie jedoch auch in jedem Supermarkt fertig zubereitet als Konserve.
Die Fallas oder Falles ein spanisches Frühlingsfest, finden jedes Jahr in Valencia und zahlreichen Orten der Comunitat Valenciana vom 15. bis zum 19. März statt. Hauptattraktion sind teils haushohe Skulpturen aus Pappmaché und anderen brennbaren Materialien, die am letzten Tag des Festes feierlich angezündet werden. Sie heißen ebenfalls Fallas und haben dem Fest seinen Namen gegeben.
Die Fideuà [fiðe'wa], von spanisch fideo für Fadennudel, ist ein Nudelgericht der valencianischen Küche. Sie ist eine Variante der Paella de Mariscos (Meeresfrüchte-Paella) bei der anstatt Reis, kleine hohle Hartweizen-Nudeln verwendet wird.
Der Ursprung dieses Gerichtes wird dem Ort Gandia zugesprochen und eine weit verbreitete Legende besagt, dass diese Paella erfunden wurde, weil ein paar Freunde (manchmal werden auch Fischer genannt) den Reis für die Zubereitung vergessen hatten und nur Nudeln zur Hand waren.
Die Frauenkirche in Dresden (ursprünglich: Kirche Unserer Lieben Frau – der Name bezieht sich auf die Hl. Maria) ist eine evangelisch-lutherische Kirche des Barocks und der prägende Monumentalbau des Dresdner Neumarkts. Sie gilt als prachtvolles Zeugnis des protestantischen Sakralbaus und verfügt über eine der größten steinernen Kirchenkuppeln nördlich der Alpen.
Die Dresdner Frauenkirche wurde von 1726 bis 1743 nach einem Entwurf von George Bähr erbaut. Im Luftkrieg des Zweiten Weltkriegs wurde sie während der Luftangriffe auf Dresden in der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 durch den in Dresden wütenden Feuersturm schwer beschädigt und stürzte am Morgen des 15. Februar ausgebrannt in sich zusammen. In der DDR blieb ihre Ruine erhalten und diente als Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung. Nach der Wende begann 1994 der 2005 abgeschlossene Wiederaufbau, den Fördervereine und Spender aus aller Welt finanzieren halfen.Am 30. Oktober 2005 fand in der Frauenkirche ein Weihegottesdienst und Festakt statt. Aus dem Mahnmal gegen den Krieg soll nun ein Symbol der Versöhnung werden.
Gazpacho ist eine spanische kalte Suppe aus ungekochtem Gemüse. Sie stammt aus Andalusien. Zur Zubereitung werden zuerst Tomaten, Paprika, Gurken, Zwiebeln, Knoblauch und eventuell weitere Gemüse geputzt. Die eine Hälfte wird püriert und mit Wasser oder Gemüsebrühe vermischt, die andere Hälfte in feine Würfel geschnitten. Gewürzt wird mit Salz, Pfeffer, nach Geschmack auch zerstoßenem Kreuzkümmel und Chili sowie etwas Weinessig. Serviert wird Gazpacho gut gekühlt mit einem Schuss Olivenöl und frisch gebratenen Croûtons oder gewürfeltem Weißbrot. Die Gemüsewürfel werden untergemischt oder in separaten Schalen gereicht, so dass jeder die Mischung selbst bestimmen kann.
Gofio ist ein Getreidegericht und das älteste überlieferte Nahrungsmittel der Kanarischen Inseln. Ursprünglich wurde der Gofio aus gerösteter Gerste hergestellt. Heute ist er ein meistens aus gerösteten Körnern von Mais oder anderen Getreidearten, ja sogar Hülsenfrüchten und Pflanzensamen, hergestelltes Mehl. Es wird kalt oder warm meistens mit Wasser aber auch mit Olivenöl zu Brei, Pasten, Klößen oder Laiben verarbeitet. Auch Frischkäse, Bananen, Honig, Rosinen oder geriebene Nüsse werden mit verknetet.
Der Teig wird auf viele Arten gegessen. Aus einem festen Laib wird häufig ein Stück abgebrochen und dazu ein Glas Wein getrunken. Oft wird Gofio auch zum Andicken von Soßen oder Fischsuppe verwendet. Eine traditionelle Art den Gofio zu Essen ist das Vermischen des Mehls mit Ziegenmilch, von den auf den Kanaren sehr häufigen Ziegen. Auf Fuerteventura wird der Gofio auch mit halbierten oder geviertelten Zwiebelscheiben gegessen, die als Löffel für den mit Olivenöl und Wasser vermischten Brei dienen.
Die Bezeichnung Gran Reserva kennzeichnet einen spanischen Wein (→ Weinbau in Spanien), der mindestens zwei Jahre im Eichenholzfass und insgesamt mindestens fünf Jahre in Fass und Flasche gereift ist. Der Wein darf also erst nach fünf Jahren auf den Markt gelangen.
Weißweine müssen sechs Monate im Fass und insgesamt zwei Jahre gelagert werden.
Ein Gran Reserva muss zwei Jahre im Holzfass (meist aus Eiche) und mindestens drei Jahre in der Flasche (oder einem Tank) lagern. Es dürfen nur Weine aus guten Jahrgängen verwendet werden. Für Weißweine gilt: sechs Monate im Holzfass und dann vier Jahre in der Flasche.Besonders Weine aus der Rioja und den Ribera del Duero eignen sich für diesen so genannten Barriqueausbau, welcher aber auch in vielen anderen spanischen Anbaugebieten vorgenommen wird. Weitere Kennzeichnungen für spanischen Wein sind Vino joven und Crianza. Reserva und Gran Reserva werden daneben auch als Qualitätskennzeichen für spanischen Brandy verwendet, die sich hier auf die Lagerungsdauer nach dem Brennen bezieht.
Serrano-Schinken, span. Jamón Serrano (xa'mɔn se'rano), ist ein spanischer luftgetrockneter Schinken. Charakteristisch für Serrano-Schinken ist sein mageres, kaum faseriges Fleisch mit mild-aromatischer Note. In der Art seiner Herstellung ist er mit italienischem Parmaschinken vergleichbar. Im Gegensatz zu dem wesentlich teureren Jamón Ibérico stammt Serrano-Schinken in der Regel nicht von dunkelhäutigen iberischen Schweinen (Cerdo Ibérico). Vielmehr wird für Serrano-Schinken das Fleisch hellhäutiger Hausschweine verwendet, weshalb er in Spanien auch jamón de pata blanca („Schinken von der weißen Pfote”) genannt wird. Der Vorderschinken wird Serrana Paleta (feminin im spanischen) genannt, während der Hinterschinken Serrano Jamon (maskulin) heißt. Qualitativ lassen sich keine großen Differenzen feststellen, außer dass der Hinterschinken sich in größere Scheiben schneiden lässt und einen Knochenanteil von ca. 30 % aufweist gegenüber 40 % beim Vorderschinken.
Die Bezeichnung Serrano kommt von sierra, dem spanischen Wort für Gebirge. Ursprünglich reifte Serrano-Schinken an der frischen Bergluft. Bekannt für diese Form der Schinkenreife ist z. B. der Ort Trevélez in der Provinz Granada.
Jamón Ibérico
amón Ibérico [xa'mon i'βeɾiko] („iberischer Schinken”) wird aus dem schwarzen iberischen Schwein hergestellt (oder Kreuzungen mit max. 50 % der Rasse Duroc-Jersey). Weil iberische Schweine meist eine schwarze Klaue haben, nennt man den Schinken auch Jamón de pata negra („Schwarzklauenschinken”). Die Produktion schließt sehr viele Qualitätskontrollen ein, beginnend mit der Aufzucht des Schweins bis zur endgültigen Verarbeitung des Rohproduktes, um höchste Qualität zu garantieren.
Jamón Ibérico bellota
Jamón Ibérico de Bellota (auch Montanera): Schinken von Schweinen, die mindestens 75 % der Iberico-Rasse entstammen und mindestens 40 % ihres Lebendgewichts freilaufend und nur durch Früchte der Steineiche (bellota heißt „Eichel”) und Kräuter zugelegt haben.
Jamón Ibérico recebo
Jamón Ibérico de Recebo: Schinken von iberischen Schweinen, die während der Endmast (recebo) zusätzlich mit Eicheln gefüttert wurden (max. 30 %).
La Tapa... der Deckel (kommt von tapar und bedeutet zudecken).
Im Volksmund wird der Begriff »Tapa« auch frei in »Häppchen« übersetzt, da es sich um kleine Portionen handelt. Der Ursprung der Tapas ist zweifelsohne in Andalusien zu suchen und eng verbunden mit den legendären Weinen und Sherrys aus Spanien. Es gilt als bewiesen, dass das Stück Brot mit Schinken oder Käse belegt, auf das Sherry- oder Weinglas gegeben wurde, um das wunderbare Aroma im Glas zu bewahren. Hierzu kam natürlich die Bereitschaft der Spanier, sich an die Theke zu setzen, um sich bei kleinen Köstlichkeiten und einem Glas Wein mit Freunden, Bekannten, Fremden, Reisenden, der Familie oder dem Wirt über dies und jenes zu unterhalten und dabei auch gern die Zeit aus den Augen zu verlieren. Kurzum - die »Tapa« traf auf die Spanier und umgekehrt. Da hatten sich zwei gesucht und gefunden. Es wurde eine lange Freundschaft, die seit Jahrhunderten andauert, eine riesige Vielfalt entwickelt hat und in den letzten Jahren nicht nur in Spanien, sondern auch in ganz Europa immer mehr an Beliebtheit gewinnt.
Montaditos sind kleine Köstlichkeiten aus der Umgebung von San Sebastian. Mehrere miteinander harmonisierende Zutaten werden zu Spießchen zusammengestellt. Liebevoll garniert sind sie ein Genuss für Gaumen und Augen.
Traditionell wurden sie zum Wein gereicht. Dies geht auf eine königliche Anordnung aus dem Mittelalter zurück. Alfonso der Weise verfügte, dass in Gasthäusern Wein nur ausgeschenkt werden durfte, wenn die Zecher auch speisten. Er hoffte, auf diese Weise die damals üblichen hemmungslosen Trinkgelage zu zivilisieren. Ob er damit Erfolg hatte...?
Mit dem Bürgerkrieg kamen Jahre des Hungers. Es war nicht mehr wichtig gut zu essen, die Hauptsorge war, satt zu werden. In dieser Zeit entstanden die Bocadillos. Brot, gefüllt mit dem, was es gerade gab. Aus ihnen gingen die heutigen Montaditos hervor, auch Brot, aber nicht mehr gefüllt mit irgendwas, sondern gepickt mit vielen verschiedenen Köstlichkeiten.
Seit den 70er Jahren hat sich eine ganz eigene Kultur der Pintxos und Montaditos entwickelt. Sie sind kulinarische Kunstwerke mit Hingabe zubereitet und lustvoll zu genießen bei einem guten Wein.
Die heutige „Münzgasse” zählt zu den ältesten Gassen Dresdens. Ihre Geschichte reicht zurück bis in die Zeit der Dresdner Stadtgründung im Jahr 1206.
Da, wo sie auf das Elbufer trifft, befand sich bereits lange vor dem Bau der Augustusbrücke eine Furt als Elbübergang. Im 12. Jahrhundert erlebte die Markgrafschaft Meißen durch die erzgebirgischen Silberfunde einen raschen Aufschwung. Eine der historischen Silberstraßen führte über Freiberg nach Dresden und hatte hier an der Elbe Anschluss an die Handelswege nach Ost und West. Der rege Handel am Elbübergang gab schließlich einen entscheidenden Anstoß für das Erblühen Dresdens. Bis 1849 trug der Straßenzug „Münzgasse” den Namen „Newe” bzw. „Große Fischergasse”, was daran erinnert, dass sich zu beiden Seiten der Elbe ursprünglich alte sorbische Fischerdörfer befanden. Das Dorf Drezdany (altsorbisch: Sumpfwaldbewohner, Auwaldbewohner), das sich im Bereich des späteren Neumarktes befand, gab Dresden schließlich seinen Namen. Noch um 1500 lag die Gasse außerhalb der Stadtmauer, welche ursprünglich nur um den jetzigen Altmarkt verlief. Erst um 1525 wurde auch die heutige Münzgasse durch die Erweiterung der Dresdner Stadtmauer eingeschlossen. Ihren Namen „Münzgasse” erhielt die Gasse nach der 1773 errichteten Neuen Münze, der kurfürstlichen Prägestätte, welche sich hinter der Frauenkirche befand. Neben den Münzmeistern waren es die Handwerker aus der Töpfergasse, die Händler vom Jüdenhof sowie die im Brühlschen Garten oder durch die Kunstausstellungen ?anierenden feineren Herrschaften, die sich hier ein Stelldichein gaben. Die Bootsanlegestelle Brühlsche Terrasse, dicht an der Münzgasse gelegen, war im 18. Jahrhundert ein Ausgangspunkt der königlichen Familie für ihre Aus?üge.
Der Neumarkt in Dresden zwischen Altmarkt und Elbe ist ein bekannter Platz der Dresdner Innenstadt. Er wird begrenzt durch die Dresdner Frauenkirche, das Johanneum, den Kulturpalast und das Kurländer Palais. Durch die rege Bautätigkeit, ausgelöst durch den Wiederaufbau der Frauenkirche, verändert der heutige Platz seine Gestalt fortlaufend. Die Neubebauung zielt auf eine Rekonstruktion vieler historischer Gebäude und Gebäudegrundrisse, die den Neumarkt in der Vergangenheit kennzeichneten.
Als Neumarktareal oder Neumarktquartiere wird eine Reihe von Parzellen rund um Neumarkt und Frauenkirche beziehungsweise zwischen Kulturpalast, Schloss, Sekundogenitur, Kunsthochschule, Albertinum und Landhaus bezeichnet, die teilweise bebaut, teilweise noch unvollendet sind.
Es wäre schwer, eine Pflanze von größerer kulturhistorischer Bedeutung für den Mittelmeerraum als die Olive zu nennen: Ägypter, Phönizier, Griechen und Römer kannten und schätzten ihr Öl. Der Ölbaum tritt in den Homerischen Epen auf und wurde in ältester Zeit zur Bekränzung der Sieger von Olympia verwendet; später trat der Lorbeer an seine Stelle. In der klassischen Zeit wurde die Olive vor allem mit der Göttin Pallas Athene, einer Tochter des Zeus, assoziiert. Zahllos sind die Nennungen des Ölbaumes und des Olivenöles in der Bibel, und zwar sowohl im Alten als auch im Neuen Testament. Auch bei den alten Römern stand die Olive in hohem Ansehen.
Oliven werden heute im ganzen Mittelmeerraum angebaut und stellen in allen Mittelmeerländern einen wesentlichen Bestandteil der Ernährung dar; und zwar wird einerseits das Olivenöl als universelles Bratmedium gebraucht, andererseits werden in Salzlake konservierte Oliven gerne gegessen oder zum Würzen verwendet.
Eingelegte Oliven sind entweder schwarz oder grün, je nach Reifezustand bei der Ernte. Grüne Oliven werden unreif gepflückt und vor dem Einlegen in Salzlake mit Lauge behandelt; durch dieses Verfahren, das bereits den alten Römern bekannt war, wird einerseits der Bitterstoffgehalt reduziert und andererseits die Konsistenz des Fruchtfleisches verbessert. Schwarze Oliven sind reif geerntet; in Griechenland werden sie ohne Laugenbehandlung eingesalzen oder einer Milchsäuregärung unterzogen, wodurch ein besonders intensiver Geschmack erzielt wird. Oft verfeinert man die Lake, in der man die Oliven einlegt, noch durch Zugabe von Kräutern (Thymian, Oregano) oder Knoblauch.
Wesentlich bedeutsamer als eingelegte Oliven ist allerdings das Olivenöl, für dessen Produktion 90 Prozent aller Oliven angebaut werden. Natives Olivenöl extra (in Italien als extra vergine bekannt) ist in seinem Geschmack und Aroma außerordentlich variabel, und jeder, der einige Sorten durchprobiert hat, wird andere Präferenzen entwickeln. Manche Öle sind subtil blumig und leicht im Geschmack, andere intensiv fruchtig und schwer. Es lohnt sich, verschiedene Öle in der Küche vorrätig zu haben. Die Sorten aus späterer Pressung sind dagegen weniger aromatisch, eignen sich dafür besser zum Braten. Will man extra vergine Öl zum Braten verwenden, so kann man die Temperaturbeständigkeit durch Mischen mit Butter erhöhen, was auch geschmacklich eine Bereicherung sein kann.
Kaltgepresstes Olivenöl gibt den Speisen Speisen Südeuropas, Westasiens und Nordafrikas viel von ihrem typischen Geschmack. Man verwendet es für Salate, die westasiatische Kicherbsenpaste hummus, kalte Vorspeisen (in Israel als mezes bekannt), Gewürzpasten wie das ägyptische dukka und die berühmte provençalische Knoblauchmayonnaise aïoli. Italienische Nudeln (pasta) werden stets mit etwas Olivenöl gekocht, um ein Verkleben zu vermeiden; oft schwenkt man sie auch nach dem Kochen in Olivenöl, um den Geschmack zu verbessern.
(Quelle und © Gernot Kratzer)
Eine Paella ist ein spanisches Reisgericht aus der Pfanne und das Nationalgericht der Region Valencia und der spanischen Ostküste. Der Begriff paella wurde vom katalanischen Begriff paella (eine Art Pfanne) übernommen. Dieser Begriff stammt von der lateinischen Bezeichnung patella (eine Art Gefäß) ab. Der Begriff paella wird im Spanischen gelegentlich auch für Paella-Pfannen verwendet. Heute wird die Paella-Pfanne zum Zubereiten aber gewöhnlich als Paellera bezeichnet.
Paellera (sprich: Pa-ejera) ist das katalanische Wort für „Pfanne”. Die Paella ist ein traditionell valencianisches Gericht. Obwohl die spanische Küche sehr regional geprägt ist, hat die Paella in ganz Spanien einen sehr hohen Bekanntheitsgrad. Aufgrund dieser regionalen Prägung werden jedoch in den verschiedenen Regionen Spaniens mehrere von der traditionellen Paella Valenciana abweichende Varianten zubereitet. So wird beispielsweise die von den Katalanen an ihre eigene regionale Küche angepasste Paella mit Huhn und Meeresfrüchten von der überwiegenden Mehrheit der Valencianer abgelehnt.
Die traditionelle Grundlage zu vielen kanarischen Gerichten bilden kleine, runzelige Pellkartoffeln mit Meersalzkruste, die papas arrugadas. Die Kartoffeln werden ungeschält mit Meersalz gekocht, dabei kann die Salzmenge etwa bis zu einem Viertel des Gewichtes der Kartoffeln ausmachen. Nachdem das Wasser verkocht ist, werden sie auf kleiner Flamme etwa 20 bis 30 Minuten getrocknet bis sie runzelig werden. Gegessen werden sie mit der salzüberzogenen Schale meist in Verbindung mit einer pikanten Mojo.
Pedro Nieto ist ein Familienunternehmen, mit Standort in Guijuelo (Salamanca) , das sich der traditionellen Verarbeitung von iberischen Schinken, Vorderschinken und Wurstwaren aus Bellota (Eichelmast) widmet. Seit über drei Generationen hat sich der Betrieb ausschließlich auf die Herstellung von Produkten aus iberischen Schweinefleisch spezialisiert und im Laufe der Jahre seine Verarbeitungsmethoden verbessert und große Ziele erreicht, ohne dass die Produkte dadurch ihre ursprünglichen, traditionellen Eigenschaften verloren haben. Dank unser privilegierten geographischen Lage, unserer über hundertjährigen Erfahrung in der Fleischbranche und unseren modernen Einrichtungen, die wir heute genießen dürfen, bieten wir unseren Kunden die allerbeste Qualität in all unseren Produkten.
Die Produkte werden aus unserem wichtigsten Rohstoff - die Schweine - hergestellt; die Tiere stammen sowohl aus unserem Landgut "El Puntal de Arriba" in Cáceres als auch aus der andalusischen Gegend. Sie wachsen zwischen Kork- und Steineichenhainen auf, wo sie sich im Herbst ausschließlich von süß-bitteren Eicheln (bellotas) ernähren.
Penedès (Spanisch: Panadés) ist die bedeutendste Weinregion Kataloniens und entstand in den späten 1960er Jahren.
Sie profitiert von der Nähe zur Hafenstadt Barcelona. Die D.O. mit 27.500 Hektar Rebfläche unterteilt sich aufsteigend von der Küste in die drei Zonen Baix Penedès (Tiefland bis 250 m Seehöhe), Mitja Penedès (bis 500 m) und Alt Penedès (bis 850 m). Die Böden sind unterschiedlicher Natur: Auf Meereshöhe sind sie sandiger, während in den Bergen mehr kreidehaltiger Kalkstein zu finden ist. In den Flusstälern ist verteilt auch Schwemmland zu finden. Überall ist die Drainage gut. Im allgemeinen ist das Klima warm und recht feucht, mit hohen Temperaturen im Sommer und sehr kalten Bedingungen im Winter. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt – je nach Zone – zwischen 500 und 900 mm pro Jahr. Der mediterrane Einfluss sorgt für eine mittlere Sonnenscheindauer von 2.500 Stunden/Jahr.
Pisto ist ein spanisches Gemüsegericht, das aus verschiedenen Gemüsesorten der Saison ähnlich einer Ratatouille zubereitet wird. In Spanien wird es auch als Pisto Manchego („Pisto aus La Mancha”) oder Moje bezeichnet, obwohl es im ganzen Land bekannt ist und gekocht wird.
Dieses Gericht wurde vermutlich von den Bauern aus der Region La Mancha geprägt, die dieses Gericht aus dem zur Zeit erhältlichen, geernteten Gemüse aus ihren eigenen Gärten zubereiteten. Pisto kann daher abhängig von der Jahreszeit, der Region und dem eigenen Geschmack stark variieren. In den meisten Fällen sind folgende Zutaten enthalten: Tomaten, Zwiebeln, Auberginen oder Zucchinis, grüner und roter Paprika, Knoblauch und Olivenöl.
Die Bezeichnung Reserva kennzeichnet einen spanischen Wein (→ Weinbau in Spanien), der mindestens ein Jahr im Eichenholzfass und insgesamt mindestens drei Jahre in Fass und Flasche gereift ist. Der Wein darf also erst im dritten Jahr nach der Ernte ausgeliefert werden.
Restaurants (französische Substantivierung aus restaurer, ‚wiederherstellen‘, ‚stärken‘) sind heute gehobene Gaststätten, in denen Speisen und Getränke angeboten und verzehrt werden. Sie bieten eine Auswahl an Gerichten an und haben separate Tische oder Räume für ihre Gäste. Die Bezeichnung „Restaurant” entstand im 18. Jahrhundert in Frankreich.
Namensgeber des Restaurants war angeblich der Wirt einer Suppenküche in Paris namens Boulanger. 1765 soll er sich gegen den Widerstand der Zunft der Köche die Genehmigung neben Suppen auch andere kleine Gerichte anzubieten, darunter Hammelfüße in Sauce, erstritten haben. Über der Tür seiner Gaststube ließ er 1795 ebenfalls angeblich in lateinischer Sprache den biblischen Vers: „Kommet her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken” (Matth. 11,28) anbringen. Dieses Motto machte sein Gasthaus berühmt, und sein Gasthaus wurde (angeblich) als Restaurant angesprochen, von lat. restaurabo – ich will euch erquicken. Von da an nannte er sich „Restaurateur”. Historiker bezeichnen diese Geschichte jedoch als legendenhaft, da gesellschaftliche Entwicklungen nie allein von Einzelpersonen ausgehen.
Rioja ['rjoxa] ist ein Weinbaugebiet in Spanien (Denominación de Origen Calificada). Es befindet sich in den Autonomieregionen La Rioja, Baskenland und Navarra. Das Weinbaugebiet besteht aus den Teilgebieten Rioja Alta (im oberen Gebiet des Ebrobeckens), Rioja Baja (im unteren Gebiet des Ebrobeckens) und Rioja Alavesa (zur baskischen Provinz álava gehörend, baskisch Arabako Errioxa). Es ist Mitglied im Netzwerk Great Wine Capitals
Das Weinbaugebiet Rioja gehört zu den bedeutendsten in Europa. Mit einer Anbaufläche von 60.882 ha (Stand 2008)[1] liegt es am Fluss Ebro in Nordspanien. Als Böden überwiegen weißer Kalk sowie rotgrauer Lehm. Über 20.000 Winzer produzieren dort zu 85 % Rotwein, aber auch Rosé-, Rotling- und Weißweine. Es finden sich vor allem die roten Rebsorten Tempranillo (61 % der Anbaufläche), Garnacha (18 %), Mazuelo (3,5 %) und Graciano (0,7 %) und die weißen Rebsorten Viura (15 %), Malvasia (0,25 %) und Garnacha Blanca (0,09 % der Anbaufläche). Die klassischen Riojas sind entweder reinsortige Tempranillo-Weine oder Verschnitte mit einem Tempranillo-Anteil von weit über 50 % und kleineren Anteilen von Garnacha, Mazuelo und Graciano. Einige wenige Erzeuger vinifizieren auch sortenreine Weine aus Garnacha, Mazuelo (bei der es sich um die Sorte Carignan handelt) und Graciano, wobei insbesondere die Letzteren als besondere Spezialität gelten. Eine Kuriosität ist, dass einige wenige Bodegas der Rioja spanischen Sekt unter der DO (Denominación de Origen) Cava produzieren.
Rueda ist ein Weinbaugebiet in Spanien. Es liegt in Kastilien zwischen den Rotweingebieten Ribera del Duero und Toro und reicht im Norden bis zum Duero. Rueda ist bekannt für seinen Weißwein. Die Hauptrebsorte ist Verdejo mit 5380 ha. In der D.O. zugelassen sind die Trauben Verdejo, Viura (oder Macabeo), Sauvignon Blanc und Palomino. Im Jahr 2002 wurden 150.300 hl Wein erzeugt, fast ein Fünftel davon wurde bereits exportiert.
Die neue Geschichtsschreibung beginnt in den 1970er Jahren, als der bekannte Weinerzeuger Marqués de Riscal (aus Rioja) ein Gebiet für den Anbau von Weißweinen mit hohen Qualitätsanforderungen suchte. Das Weingut hatte bereits lange Zeit vorher beschlossen, in Rioja keine Weißweine mehr anzubauen, da die angestrebte Qualität dort nicht erreicht werden konnte. Die Önologen von Riscal wurden in Rueda auf Anraten des bekannten émile Peynaud auf die Rebsorte Verdejo aufmerksam und erkannten das gewaltige Potential dieser Traube bei modernem Weinanbau. Durch neue Techniken wie dem schnellen Transport der Trauben zum Keller sowie dem Pressen der Trauben unter einem Schutzgaspolster konnte die überragende Frische des Mosts konserviert werden. Der Erfolg des neuen Weintyps hat das Gesicht der Region völlig verändert. Innerhalb kurzer Zeit wurde die Rebsorte mit großem Abstand zur meistangebauten Sorte in Rueda.
Sangría [sa?'gɾi.a] (span. „Aderlass”, von sangre „Blut”) ist ein alkoholisches Getränk aus Spanien. Es gibt verschiedene Rezepte, Grundzutaten sind Wein, Fruchtsaft und Spirituose(n). Üblicherweise wird angenommen, dass Sangria aus Rotwein hergestellt, was jedoch nur für die touristisch verbreiteten Rezepte zutrifft.
Sherry ist ein spanischer verstärkter Weißwein, der einem speziellen Reifeprozess unterzogen wurde und zur Kategorie der Likörweine zählt. Der Begriff „Sherry” rührt vom arabischen Namen Sherish [Phönizisch Cera, Lateinisch Ceret] für den heutigen Ort Jerez de la Frontera her. Es ist der Wein Andalusiens, der von englischen Handelshäusern im 18. und 19. Jahrhundert weltweit bekanntgemacht wurde.
Durch sein Herstellungsverfahren entwickelt der Sherry ein nur diesem Wein eigentümliches, an Mandeln und Hefe, bisweilen auch an Hasel- und Walnüsse erinnerndes Aroma. Das Hauptmerkmal aller Sherrys ist, dass sie zunächst aus einem trockenen Weißwein aus der Palomino-Traube hergestellt werden. Dieser Wein wird nach vollendeter Gärung mit Branntwein versetzt, d. h. von ursprünglich 11 bis 12 auf 15 bis 19,5 Prozent Alkohol aufgespritet, und anschließend in unverschlossenen 600-Liter-Fässern an der Luft gereift. Alle Sherrys sind somit ursprünglich trocken. Zum evtl. Süßen der Sherrys werden vor der Füllung Weine aus den Rebsorten Moscatel oder Pedro Ximenez hinzugegeben. Die Trauben dieser Rebsorten werden nach der Ernte nicht sofort gekeltert, sondern zunächst getrocknet. Der Saft aus diesen Trauben ist dann stark konzentriert und die Weinhefe kann nicht den gesamten Zucker in Alkohol umwandeln. Zur Sherryherstellung darf ausschließlich Palomino, Moscatel und Pedro Ximenez verwendet werden, andere Rebsorten werden in der Provinz Cádiz zur Tafel- und Landweinherstellung angebaut. Sherry wird während seiner Fassreife aus Weinen unterschiedlicher Jahrgänge verschnitten, und ist als Herkunftsbezeichnung geschützt: Nur Weine aus dem andalusischen „Städtedreieck” Jerez de la Frontera, Sanlúcar de Barrameda und El Puerto de Santa María dürfen als Sherry bezeichnet werden.
Über die Entstehungsgeschichte der Tapas gibt es verschiedene Meinungen. Die gängiste Variante ist, dass man früher einen essbaren Deckel ("Tapa") auf ein Sherry-Glas setzte, damit keine Fliegen ins Glas fallen konnten. Dieser "Deckel" bestand zunächst nur aus einer Scheibe Schinken oder Käse. Im Laufe der Zeit wurde dieser essbare Deckel gegen ein richtiges Teller (eine Untertasse) getauscht, auf dem immer raffiniertere und köstlichere Appetithäppchen angerichtet wurden. Heute genießt man Tapas als Snack und Vorspeise oder als komplettes Mittag- oder Abendessen, das aus den verschiedenen Tapas-Varianten zusammengestellt wird.
Eine weitere Variante der Entstehungsgeschichte ist, dass der kastilische König Alfonso X. von seinen Ärzten auf Diät gesetzt wurde. Daher bereiteten seine Köche nur noch kleine Köstlichkeiten zu - diese dem König so geschmeckt haben, dass daraus die Tapas-Kultur entstand.
Tempranillo ist die bedeutendste rote Rebsorte in Spanien. Der Name der Rebsorte leitet sich vom spanischen Wort temprano = „früh” ab, genau übersetzt heißt tempranillo „kleine Frühe”, weil die Tempranillo-Beeren kleiner sind und etwas früher reif werden als Garnacha-Trauben. Sie wird häufig mit der Rebsorte Garnacha verschnitten, zum Beispiel beim Rioja-Wein, ein Verschnitt mit Garnacha und Mazuelo, der typischerweise aus 60–90 % Tempranillo-Trauben besteht und tiefrot, würzig und lange lagerfähig ist.
Die Tempranillo-Rebe ist die Hauptsorte in La Rioja; insgesamt kommt sie in Spanien mit 1130 km² Anbaufläche allerdings nur auf den zweiten Platz unter den Rebsorten. Die Herkunft der Traube ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Es wird angenommen, dass der Tempranillo vom Spätburgunder abstammt. Nach der Rückeroberung Spaniens von den Mauren ließen sich in der Rioja Zisterzienser-Mönche nieder, die die ersten Rebstöcke pflanzten. Dabei profitierte der junge Weinbau vom steten Erfahrungsaustausch der Mönche mit dem französischen Burgund, wo der Weinbau schon zu jener Zeit eine lange Tradition hatte.
Toro ist eine Weinbauregion im Umkreis der Stadt Toro in der Region Kastilien-León, Spanien. Das am Fluss Duero an der Grenze der Provinzen Zamora und Valladolid gelegene Gebiet hat eine lange Weinbautradition mit fast schwarzen und sehr alkoholhaltigen Weinen, die aber mangels Kellertechnik häufig fehlerbehaftet waren. Wo noch Ende des 19. Jahrhunderts zirka 35.000 Hektar Rebfläche standen, blieben 1996 noch 750 Hektar übrig. Einzig der Winzer Manolo Fariña erzeugte bereits seit den 1980er Jahren einen neuen Stil von Toro-Weinen. Er erntete die Reben deutlich früher und arbeitet mit kühlbaren Stahltanks. Außerdem lagerte der Wein in neuen Holzfässern aus Eiche. Die Qualität überzeugte und das Gebiet Toro erhielt 1986 als Anerkennung den Status einer D.O. (Denomiacion de origen). Dadurch wurden renommierte Weingüter aus anderen Regionen auf das Gebiet aufmerksam und erkannten das enorme Potential. Ausgelöst wurde ein regelrechter Toro-Boom mit vielen Neugründungen und Investitionen. Mittlerweile haben etliche Weine aus dem Toro ein internationales Niveau und die Rebfläche beträgt wieder 4.400 Hektar. Der Qualitätssprung der letzten Jahre ist mit dem des Gebiets Priorat durchaus vergleichbar, die Preispolitik jedoch noch durchaus moderat.
Tortilla [tɔr'tiʎa] bezeichnet ein spanisches Omelett. Die Tortilla Española – auch Tortilla de patatas – (Kartoffel-Tortilla) ist ein aus Ei, Kartoffeln und Zwiebeln in einer Pfanne mit Öl gebratenes kreisförmiges Omelett. Die spanische Tortilla ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen mexikanischen Brotfladen.
Durch die in Spanien weite Verbreitung dieses Gerichtes und die einfache Zubereitung kann die Tortilla Española neben der Paella als spanisches Nationalgericht angesehen werden. Während die Paella vor allem verbreitet ist, weil sie von Touristen als Nationalgericht erwartet wird (aber eigentlich ein valenzianisches Gericht ist), ist die Tortilla bei Einheimischen in ganz Spanien bekannt und wird in den verschiedensten Varianten mit allen erdenklichen Gemüsen hergestellt.
Pedro Ximénez ['peðɾo xi'meneθ] ist eine spanische weiße Rebsorte, deren Trauben sehr hohe Zuckerwerte (→ Mostgewicht) erreichen; mit ihr wird der Cream Sherry geschmacklich abgerundet. Sie ist auch unter den Namen PX, Pedro, Pedro Jiménez, Pedro Ximen, Ximen und Alamis bekannt. Sie wird vor allem in Andalusien angebaut und ist neben Palomino die zweitwichtigste Rebsorte für Sherry. Sie ist auch Bestandteil des Málaga-Weins. Pedro Ximénez ist eine Varietät der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera). Sie besitzt zwittrige Blüten und ist somit selbstfruchtend. Beim Weinbau wird der ökonomische Nachteil vermieden, keinen Ertrag liefernde, männliche Pflanzen anbauen zu müssen.
Der Dresdner Zwinger ist ein barock geprägter Gebäudekomplex mit Gartenanlagen in Dresden, umgeben von Semperoper, Theaterplatz, Hofkirche, Schloss, Schinkelwache, Taschenbergpalais, Schauspielhaus und Der Herzogin Garten. Der Zwinger war als Vorhof eines neuen Schlosses konzipiert, das – mit einem anderen Gebäude anstelle des Semperbaues beginnend – den Platz bis zur Elbe einnehmen sollte. Diese bei Baubeginn 1709 von Kurfürst Friedrich August I. verfolgte Konzeption wurde nach dessen Tod verworfen und erst über ein Jahrhundert später fand der Zwingerbau zur Elbseite hin mit der Sempergalerie den heute sichtbaren Abschluss.
Im Zwinger sind verschiedene Sammlungen untergebracht, die heute zum Museumskomplex der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gehören. Diese Funktion ist seit dem 18. Jahrhundert unter den jeweiligen Zeiteinflüssen gewachsen und hat mehrfach eine Wandlung erfahren. Die ursprüngliche Zweckbestimmung als Orangerie und Garten sowie als Festareal ist dabei in den Hintergrund getreten.
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